John Ford und die Navajo Indianer

Nachdem ich im Grand Canyon bemerkte, wie klein wir Menschen eigentlich wirklich sind, aber uns dennoch für SO GROSS halten – eine Erfahrung, die bescheiden macht –, ging es weiter Richtung Utah (Grenze Arizona), ins Monument Valley. Ein beliebter Schauplatz diverser John Ford Filme. Und man spürt es sofort, das Western-Flair, das auch heute noch mehr als gegenwärtig ist.
 

John Ford setzte mit dieser Filmkulisse den Grundstein für den typischen Westerncharakter.

Anfahrt mit Stil

Vom Grand Canyon aus kommend durchfährt man eine faszinierende Landschaft. Wie bereits in meinem Artikel über den Grand Canyon geschrieben, cruist man vorerst entlang des Canyons und passiert diverse Aussichtspunkte, die einen grandiosen Blick auf die tiefe Schlucht und die unterschiedlichsten Vegetationen bieten. Von Nadelwälder bis hin zu steppenartigen Gebieten spannt die Natur hier einen bunten Bogen. Einfach nur „Augen zu und durch“ spielt es nicht, hin und wieder sollte, nein, man muss stehen bleiben und diese fantastische Landschaft einfach wirken lassen.
Die Fahrt führt entlang der Route 64 East, sobald diese mit der US 89 nahe Cameron kreuzt, biegt man Richtung Page ab (US 89 North). Nur ein paar Meilen danach biegt man auf die US 167 Richtung Kayenta ab. Bis Kayenta durchfährt man eine Art Wüstenlandschaft, in Kayenta geht es weiter auf dem US 163 North in Richtung Monument Valley.
 

Das Valley

Millionen von Jahre benötige das Valley, um den für den „Westen der USA“ typischen Landstrich zu erschaffen. Sand, Kalk, Druck sowie in weiterer Folge Wasser und Wind formten die „Monuments“. Die bekanntesten drei sind West Mitten Butte, Merrick Butte und der East Mitten Butte. Die rote Farbe dieser Sandsteingebirge rührt vom hohen Eisengehalt. Eine Besichtigung mit dem eigenen Auto ist für einen Teil des Parks möglich, mit dem Camper wird eher davon abgeraten. Bestimmte Pfade kann man nicht selbständig befahren (vor allem was den Navajo Teil betrifft), hierfür muss man eine Tour buchen. Es lohnt allemal, denn nur so kommt man auch in den versteckteren Teil, erhält einen Eindruck wie die Navajo Indianer lebten und kann das ganze Valley erleben und genießen.
Maßgeblich daran beteiligt, dass dieser Platz den typischen „Westerncharakter“ erhielt, war sicherlich John Ford, der dieses Tal mehrmals für seine Westernfilme als Schauplatz wählte.
Am Schönsten ist, das Tal bei Sonnenuntergang zu betrachten. Der Himmel färbt sich in violette Töne, während die Monuments in einem glühenden Orange-Rot in der Abendsonne leuchten und sich immer mehr verdunkeln. Ich hatte das Glück, dass während meines Aufenthalts Vollmond war und dieser neben dem East Mitten Butt aufging. Diese Szene ist nur mit dem Wort traumhaft zu beschreiben.
 

Facts:

Zeitverschiebung nach AUT:  acht Stunden
Distanz Grand Canyon - Monument Valley: 282km
Fahrtzeit: 3,5 Stunden (ohne Stopps)
Gebühren: Großteils nur mit Touren zu besichtigen
Campground: Gouldings Campground

Weitere Informationen zum Monument Valley findest Du hier.
 

WONDERS OF THE WEST

Die Fototour von Chaluk wird von folgenden Partnern unterstützt: travellerFTI Touristik, Visit USA Committee Austria, Ferien Messe Wien, El Monte, Austrian Airlines, Alamo, Extranomical Tours und Panono.
Die Ausstellung "WOW" findet von 12. - 15.1 2017 auf der Wiener Ferien Messe statt.

Erste Eindrücke können auf Instagram unter #chaluk_wow betrachtet werden.
Auf Facebook bist Du auf der Seite des traveller sowie Visit USA Comittee Austria live dabei.
 

Post von Chaluk