Schaut aus wie am Mars

Die Speicherkarten waren mit „Early Morning Aufnahmen“ des Horsheshoe Bends gefüllt, Impressionen aus dem Lower Antelope Canyon und den vielen weiteren Naturwundern, welche Page zu bieten hatte. Ich machte mich also auf den Weg in den nächsten Nationalpark, den Bryce Canyon. Die Anfahrt ähnelte dem eines Farbverlaufs.
 

FROM DESSERT TO FORREST

Von Page aus kommend ist die Anfahrt zum Bryce Canyon keine allzu schwierige und man muss auch nicht oft auf eine neue Interstate oder Highway wechseln. Auf der US-89 North fährt man bis nach Kanab (aufgrund etlicher dort gedrehten Filme auch „Little Hollywood genannt) und biegt hier auf die UT-12 East ab. Dieser folgt man bis zur Abzweigung UT-63 South. Diese Straße führt direkt in den Bryce Canyon – man durchquert aber noch den davor liegenden Red Canyon, der nicht weniger spektakulär ist.

Von Page kommend hat man schnell das Gefühl, in einen bunten Farbtopf einzutauchen. Die Vegetation in den Canyons gleicht ja eher einer kargen roten Gesteinswüste mit einem künstlich angelegten riesigen See und weißt nur wenig Grün auf. Je näher man aber dem Bryce Canyon kommt, desto grüner und saftiger wird die Landschaft. Während der Fahrt kann man dies sehr schön beobachten, wie sich die Natur, je höher man gelangt (der Bryce Canyon liegt etwa auf 2.774 Meter), bunter und farbenprächtiger entwickelt.
 

Dieser Nationalpark liegt auf etwa 2.774 Meter über dem Meeresspiegel.

Bin ich hier am Mars?

Vorweg eine kurze Erklärung zum Naturpark. Eigentlich ist dieser nicht wirklich ein, sondern gleicht eher einem natürlich angelegten Amphitheater. Wie sich übrigens auch ein Aussichtspunkt nennt. Neben den vielen verschiedenen Trails mit unterschiedlichsten Längen, die man erwandern kann, gibt es zwei Points mit ganz speziellem Charme. Der Sunset- sowie der Sunrise Point. Welchen man zu welcher Zeit besuchen sollte, ist, so glaube ich, damit ganz einfach erklärt …
Ich entschied mich für einen Besuch bei Sonnenaufgang. Vorteil im Gegensatz zum Sonnenuntergang: Die meisten Besucher sind Schlafmützen, daher ist bei Sunrise weniger los. Das frühe Aufstehen (5.15 Uhr) lohnt aber. Für alle Fotografen lohnt es, kurz vor Beginn des „Twilights“ seinen Posten zu beziehen, ab dann heißt es dann nur noch: Einfach genießen. Während sich die Sonne am Horizont empor schraubt und die „Hoodoos“ (seltsam geformte Gesteinssäulen und durch Erosion entstanden) in den ersten Sonnenstrahlen beginnen, sich vom Schwarz der Nacht in ein fröhliches Orange zu färben, der Himmel von Violett in ein sanftes Rot übergeht und die Schatten der Säulen zu wandern beginnen, sieht man, wie schön unsere Welt ist.

Nachdem ich die beste Zeit des Tages für Aufnahmen genutzt hatte und den Park gemeinsam mit meinem Travelpartner durchquerte, gönnten wir uns im Vorort Bryce in einem American Diner ein „All you can eat Breakfast-Buffet“. Danach ging es weiter zum Red Canyon. Dieser bietet ein ähnliches Bild wie der Bryce Canyon. Mit dem Unterschied, dass hier die Gesteinssäulen tiefrot leuchten.
 

Kleiner Tipp für alle Astronomen

In einer sternenklaren Nacht und wenn nicht gerade wie bei mir der Vollmond kräftig scheint, kann man im Bryce Canyon aufgrund der nicht vorhandenen Lichtverschmutzung – wie in den Großstädten - bis zu 7.500 Sterne beobachten.
 

Facts

Zeitverschiebung nach AUT: acht Stunden
Distanz Page - Bryce Canyon: 257 km
Fahrtzeit: 3,5 Stunden
Gebühren: 30 USD
Campground: KOA Canonville

Weitere Inforamtionen zum Bryce Canyon findest Du hier.
 

WONDERS OF THE WEST

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Post von Chaluk